Hoyerswerda ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Bautzen mit rund 32.000 Einwohnern und die zweitgrößte Stadt der Lausitz nach Cottbus. Die Stadt liegt im Nordosten Sachsens, etwa auf halber Strecke zwischen Dresden und Cottbus. Die Geschichte Hoyerswerdas ist einzigartig: Von einer kleinen sorbischen Ortschaft entwickelte sich die Stadt ab den 1950er Jahren zu einer Planstadt der Braunkohlenindustrie und wächst nun im Strukturwandel zur Seestadt.
Die Lausitzer Seenlandschaft prägt die Zukunft Hoyerswerdas. Der Speicher Scheibe, einer der größten künstlichen Seen Deutschlands, entstand durch die Flutung des ehemaligen Tagebaus Scheibe und bietet heute vielfältige Wassersport- und Erholungsmöglichkeiten. Weitere Seen wie der Mortka-GrundSee und der Partwitzer See entstehen und werden zu einem riesigen Erholungsgebiet verbunden. Der Lausitzer Seenland-Radweg und Wasserwanderwege erschließen die Region.
Die Stadt besteht aus zwei Teilen: der historischen Altstadt mit dem Schloss Hoyerswerda und der in den 1950er-80er Jahren entstandenen Neustadt mit ihrer charakteristischen Plattenbau-Architektur. Das Lausitzer Bergbaumuseum erinnert an die industrielle Vergangenheit. Die sorbische Sprache und Kultur ist in der Region lebendig, und zweisprachige Beschilderung zeugt davon. Die Lausitztherme und das Kulturzentrum Lausitzhalle bieten Erholung und Kultur.